KONVERGENZ – Maß, Zahl und Resonanz
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Ordnung erkennen. Verantwortung übernehmen. Gestaltung wagen.
„Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.“— Weisheit 11,20
Dieser Satz aus der deuterokanonischen Weisheitsliteratur der Bibel beschreibt eine Idee, die Kulturen seit Jahrtausenden begleitet: die Vorstellung, dass Wirklichkeit nicht chaotisch, sondern strukturiert ist. Nicht zwingend im Sinne einer dogmatischen Theologie – sondern als Wahrnehmung von Proportion, Rhythmus und Zusammenhang.
Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich KONVERGENZ – Energie · Kultur · Kosmos.
Maß, Zahl und Struktur – zwischen Naturbeobachtung und Weltdeutung
In „Die Ordnung der Schöpfung“ argumentiert Dipl.-Ing. Axel Klitzke, dass sich in Natur und Kosmos wiederkehrende mathematische und geometrische Muster erkennen lassen. Er verweist auf Proportionsverhältnisse wie den Goldenen Schnitt, auf Spiralstrukturen, Symmetrien und wiederkehrende Wachstumsordnungen. Seine Interpretation geht über reine Beobachtung hinaus und versteht diese Strukturen als Ausdruck einer grundlegenden Ordnung.
Unabhängig davon, wie man seine metaphysische Deutung bewertet, bleibt ein nüchterner Befund bestehen: Natur zeigt messbare Struktur. Von Kristallgittern über Pflanzenwachstum bis zu planetaren Bewegungen finden sich mathematisch beschreibbare Ordnungen.
Doch Ordnung ist nicht automatisch Bedeutung. Bedeutung entsteht erst im kulturellen Umgang damit.
Hier berührt sich Klitzkes Ansatz mit historischen Phänomenen, die unter dem Begriff Astro-Theologie diskutiert werden: Bauwerke, Kalender und Rituale wurden an Himmelszyklen ausgerichtet, nicht aus physikalischer Notwendigkeit, sondern aus kulturellem Sinnempfinden.
KONVERGENZ übernimmt daraus keinen Wahrheitsanspruch – sondern eine Frage: Wenn Struktur erkennbar ist, wie wollen wir sie bewusst nutzen?
Resonanz – nicht als Mystik, sondern als Wechselwirkung
Ein interessanter moderner Bezugspunkt findet sich in der Neurowissenschaft. Das im Fachjournal Frontiers in Neuroscience veröffentlichte Paper (Vol. 19, Artikel 1625403) beschreibt die zentrale Rolle neuronaler Oszillationen und Synchronisationsprozesse im Gehirn. Gehirnaktivität ist kein statisches Muster, sondern ein dynamisches Zusammenspiel rhythmischer Prozesse. Kognitive Funktionen entstehen wesentlich durch zeitliche Koordination – durch Synchronisation.
Auch hier taucht das Motiv wieder auf: Ordnung nicht als starre Struktur, sondern als dynamische Abstimmung.
Das Paper zeigt, dass Informationsverarbeitung im Gehirn stark von resonanzartigen Kopplungsmechanismen zwischen neuronalen Netzwerken abhängt. Synchronisation und Phasenabstimmung ermöglichen kohärente Wahrnehmung und Handlung.
Resonanz ist hier kein spiritueller Begriff, sondern ein funktionaler Mechanismus.
Für KONVERGENZ ist genau diese Brücke entscheidend: Resonanz als Wechselwirkung. Als Abstimmung. Als bewusst gestaltbares Verhältnis zwischen Systemen.
Von der kosmischen Ordnung zur kulturellen Verantwortung
Die Bibel spricht von „Maß, Zahl und Gewicht“. Die Natur zeigt mathematische Struktur. Neurowissenschaft beschreibt rhythmische Koordination. Klitzke deutet Ordnung als übergreifendes Prinzip.
Doch was folgt daraus?
KONVERGENZ zieht keine dogmatische Schlussfolgerung. Stattdessen entsteht eine praktische Haltung:
Wenn Wirklichkeit strukturiert ist, können wir lernen, bewusster zu gestalten. Wenn Systeme auf Abstimmung reagieren, können wir Räume, Klänge und Prozesse achtsam komponieren. Wenn Ordnung beobachtbar ist, wird Gestaltung zur Verantwortung.
Auf dem Autarkiehof, im realen Raum, wird diese Frage konkret: Wie wirken Elektrokultur-Anordnungen im Garten?Wie beeinflussen Frequenzverhältnisse die Wahrnehmung? Wie verändert Zeitqualität ein Gruppenerleben?
Nicht als Heilslehre. Nicht als metaphysischer Beweis. Sondern als Experimentierfeld.
KONVERGENZ steht zwischen Kosmos und Kultur. Zwischen Struktur und Freiheit. Zwischen Erkenntnis und Handlung.
Ordnung zwingt nicht. Sie lädt ein.
Und genau dort beginnt Selbstermächtigung.
Quellen
Biblischer Bezug:
Die Bibel. Weisheit 11,20. „Du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.“
Naturphilosophische Perspektive:
Klitzke, Axel. Die Ordnung der Schöpfung. https://www.magazin2000plus.de ISBN: 978-33-941800-18-2
Archaeoastronomie & Religionsgeschichte:
Eliade, Mircea (1957). The Sacred and the Profane. Harcourt.
North, John (1996). Stonehenge: Neolithic Man and the Cosmos. Harper Collins.
Neurowissenschaftlicher Bezug:
Frontiers in Neuroscience (2024). Vol. 19, Article 1625403. zum Thema: Neuronale Oszillationen, Synchronisation und funktionelle Kopplung in Gehirnnetzwerken.


























Genial! <3 Wo ist dieser Autarkiehof und wie kann ich da mitmachen?