Die Alchemie der Präsenz
- 5. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Wahrnehmung, Phasenübergänge und bewusste Selbstregulation
Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und körperlichem Erleben. Sie beruht auf der Frage, wie innere Ausrichtung und körperliche Empfindung bewusster miteinander in Beziehung treten können. Im Mittelpunkt steht dabei keine Behandlung und kein Wirkversprechen, sondern die begleitete Erfahrung von Übergängen zwischen unterschiedlichen Zuständen der Wahrnehmung.
Das von mir genutzte Instrument dient dabei nicht als medizinisches oder therapeutisches Gerät, sondern als strukturgebendes Hilfsmittel innerhalb eines Erfahrungsrahmens. Es kombiniert geometrische Anordnung mit leitfähigen Materialien wie Kupfer, um Aufmerksamkeit zu fokussieren und körperliche Rückmeldungen deutlicher wahrnehmbar zu machen. Entscheidend ist dabei nicht das Objekt selbst, sondern die bewusste Einbindung von Wahrnehmung, Haltung und Präsenz.
Ein hilfreiches Erklärungsmodell für diese Arbeit stammt aus der Physik und beschreibt sogenannte Phasenübergänge. Ein Phasenübergang bezeichnet einen Moment, in dem ein System nicht schrittweise, sondern sprunghaft von einem Zustand in einen anderen übergeht, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Dieses Prinzip ist aus der Natur gut bekannt, etwa wenn Wasser bei einem definierten Punkt von flüssig zu fest wechselt.
Ein anschauliches Beispiel findet sich auch in der Botanik. Ein Samen kann über lange Zeit in einem ruhenden Zustand verbleiben. Erst wenn Feuchtigkeit, Temperatur und innere Bereitschaft zusammenkommen, verändert sich sein Zustand deutlich. Der Übergang von Ruhe zu Wachstum erfolgt nicht allmählich, sondern als klarer Wechsel. Die dafür notwendige Information war bereits vorhanden, wurde jedoch erst unter passenden Bedingungen wirksam.
Übertragen auf den Menschen lässt sich dieses Modell als Beschreibung von Wahrnehmungs- und Regulationsprozessen verstehen. Viele Menschen erleben, dass Entspannung, innere Ordnung oder Klarheit nicht allein durch Anstrengung entstehen, sondern dann, wenn bestimmte innere und äußere Bedingungen zusammenkommen. Meine Begleitung zielt darauf ab, solche Übergangsmomente bewusst erfahrbar zu machen und die eigene Wahrnehmung für sie zu schärfen.
In seinen Arbeiten beschreibt Dr. Klaus Volkamer, dass ein erweitertes physikalisches Verständnis der Naturgesetze dazu führen kann, dass das heutige naturwissenschaftliche Weltbild als Grenzfall eines tieferliegenden Ordnungsprinzips verstanden wird – und dass unter diesen Voraussetzungen Übergänge zu höherer Kohärenz und geordneterem Erleben möglich erscheinen.
In einer Sitzung wird kein Zustand „hergestellt“. Vielmehr wird ein Rahmen geschaffen, in dem Teilnehmende ihre Aufmerksamkeit gezielt auf körperliche Empfindungen, innere Ausrichtung und Veränderung im Erleben richten können. Manche Menschen nehmen dabei eine verstärkte Körperwahrnehmung wahr, etwa ein Gefühl von Schwere, Wärme oder Ruhe. Diese Wahrnehmungen werden nicht interpretiert oder bewertet, sondern als individuelle Erfahrung verstanden.
Ergänzend nutze ich traditionell verwendete Materialien wie Agnihotra-Asche ausschließlich als strukturgebende Referenz innerhalb dieses Erfahrungsraums. Sie wird nicht als Wirkstoff eingesetzt und entfaltet keine zugesicherte Wirkung, sondern dient der bewussten Fokussierung und Einordnung der eigenen Wahrnehmung.
Dieses Angebot versteht sich ausdrücklich nicht als medizinische, therapeutische oder heilkundliche Leistung. Es ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Es handelt sich um eine Einladung zur Selbsterfahrung und zur bewussten Auseinandersetzung mit eigenen Wahrnehmungs- und Regulationsprozessen.
Ziel ist es, Wohlbefinden nicht als zufälligen Zustand zu betrachten, sondern als etwas, das in bestimmten Momenten bewusst wahrgenommen, begleitet und reflektiert werden kann – ähnlich wie natürliche Übergänge, die unter passenden Bedingungen stattfinden.
Rechtlicher Hinweis
Die beschriebenen Inhalte dienen der persönlichen Selbsterfahrung und Wahrnehmung. Sie stellen keine medizinische, therapeutische oder heilkundliche Leistung dar und ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Es werden keine Wirkungen zugesichert oder Heilversprechen abgegeben.


























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