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Energie, Bewusstsein und Resonanz: Wenn Chi auf den Kozyrev-Spiegel trifft

  • Autorenbild: Wilkin Borrmann
    Wilkin Borrmann
  • vor 3 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Seit Jahrhunderten erforschen Menschen die feinen Ströme, die Körper, Geist und Umwelt miteinander verbinden. In der chinesischen Kultur wird diese universelle Lebenskraft als Chi (Qi) bezeichnet – ein energetisches Prinzip, das durch Meridiane fließt, Organe nährt und Bewusstsein beeinflusst.


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Im 20. Jahrhundert tauchte in Russland ein anderes, faszinierendes Konzept auf: die sogenannten Kozyrev-Spiegel – metallische Strukturen, die Bewusstsein und Energie in bisher unerforschter Weise bündeln und reflektieren sollen.

Obwohl die Ursprünge beider Systeme in verschiedenen Weltbildern liegen, scheint sie eines zu verbinden: die Vorstellung, dass Energie und Bewusstsein miteinander interagieren und dass der Mensch in der Lage ist, diesen Fluss gezielt zu lenken.


Chi – die Lebensenergie im Fluss


In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Chi als der "unsichtbarer" Strom, der Leben und Gesundheit aufrechterhält. Es zirkuliert in feinen Kanälen, den Meridianen, und verbindet Organe, Sinne und Emotionen miteinander. Ein harmonischer Fluss des Chi bedeutet Vitalität und innere Balance; Blockaden hingegen führen zu Unruhe, Erschöpfung oder Krankheit.


Forscher aus Japan und China versuchten in den letzten Jahrzehnten, dieses Konzept naturwissenschaftlich zu fassen. In mehreren Experimenten (Ohnishi et al., 2007; Ohnishi et al., 2008) wurde beobachtet, dass während intensiver Qigong-Übungen eine messbare Infrarotstrahlung im Bereich von etwa 1000 Nanometern entsteht. Diese Wellenlänge liegt im nahen Infrarotbereich, der häufig mit Wärme- und Biophotonen-Emissionen in Verbindung gebracht wird.

Einige dieser Studien berichten außerdem, dass Qi-Ströme durch optische Spiegel oder Filter beeinflusst werden können – ähnlich wie Licht reflektiert oder gebündelt wird.


Die TCM deutet dieses Phänomen als Ausdruck der inneren Energiebewegung, die durch Geist, Atem und Absicht gesteuert wird. Der Atem lenkt das Qi, der Wille formt es, und der Körper dient als Resonanzraum.


Kozyrev-Spiegel – Resonatoren des Bewusstseins


Etwa zur selben Zeit, in den 1950er-Jahren, entwickelte der russische Astrophysiker Nikolai A. Kozyrev seine Theorien über „Zeitenergie“ und „Torsionsfelder“ – subtile Felder, die jenseits elektromagnetischer Kräfte existieren und mit Bewusstsein in Wechselwirkung treten können.

Spätere Forscher wie Alexander Trofimov und Vlail Kaznacheyev bauten auf diesen Ideen auf und entwickelten die sogenannten Kozyrev-Spiegel: spiral- oder konisch geformte Metallkammern, meist aus Aluminium, die nach innen reflektierend aufgebaut sind.


In diesen Spiegeln wurden eine Reihe bemerkenswerter Effekte beobachtet:

  • Veränderte Bewusstseinszustände: Versuchspersonen beschrieben ein Gefühl von Weite, Klarheit oder zeitloser Präsenz.

  • Erhöhte Wahrnehmungssensibilität: Manche Teilnehmer berichteten, Ereignisse in großer Entfernung oder „zeitlich verschobene“ Eindrücke wahrzunehmen.

  • Energetische Empfindungen: Wärme, Druck, Kribbeln oder Ströme im Körper, insbesondere entlang der Wirbelsäule und in den Händen.

  • Resonanz zwischen Personen: Wenn mehrere Menschen gleichzeitig in getrennten Spiegeln meditierten, wurden Synchronisationen von Emotion oder inneren Bildern beschrieben.


Kaznacheyev und Trofimov deuteten diese Phänomene als Ausdruck eines reflektierten Bewusstseinsfeldes, das – ähnlich einem Energiespiegel – die subtilen Schwingungen von Gedanken und Intention zurückführt und verstärkt.


Die Brücke zwischen Ost und West


Aus energetischer Sicht lassen sich Kozyrev-Spiegel und das Qi-Konzept erstaunlich gut miteinander in Beziehung setzen. Beide Systeme betrachten den Menschen als offenes energetisches Wesen, das nicht isoliert, sondern in Resonanz mit Raum, Zeit und Umgebung steht. Das Chi fließt entlang von Meridianen, die als innere Leitbahnen fungieren. Der Kozyrev-Spiegel könnte als äußere Resonanzstruktur gesehen werden, die diesen Fluss bündelt oder zurückspiegelt.


In beiden Fällen wird Energie durch Achtsamkeit, Intention und Haltung gelenkt – der bewusste Geist wird zum Dirigenten der inneren und äußeren Schwingungen. Diese Sichtweise verbindet moderne biophysikalische Beobachtungen mit alten energetischen Traditionen. Die im Qigong gemessene Infrarotstrahlung ließe sich als Ausdruck von Qi-Emissionen deuten, die wiederum von reflektierenden Strukturen beeinflusst werden könnten – eine Hypothese, die erstaunlich gut zu den Beobachtungen in Kozyrev-Spiegeln passt.


Das Prinzip der Resonanz

Sowohl die östliche als auch die russische Forschung betonen, dass Energie nicht linear, sondern resonant wirkt. Das bedeutet: Ähnliche Frequenzen verstärken einander, ob in Musik, Schwingung oder Bewusstsein.

Wenn also eine Person in einem Kozyrev-Spiegel meditiert und dabei ihre Aufmerksamkeit auf innere Ruhe richtet, entsteht eine Art „energetische Rückkopplungsschleife“, die den Zustand vertieft.

In der Sprache der TCM würde man sagen: Das Qi kehrt zur Quelle zurück.


Eine Einladung zur Erfahrung

Ob man den Kozyrev-Spiegel als wissenschaftliches Gerät, als energetisches Resonanzfeld oder als Symbol für Bewusstsein versteht – er bleibt ein faszinierendes Werkzeug, um die Grenzen menschlicher Wahrnehmung zu erkunden. In Kombination mit der inneren Praxis des Qigong oder der Meditation kann er zu einem Raum werden, in dem sich Ost und West, Energie und Bewusstsein, Tradition und Innovation begegnen.

Die Erforschung solcher Phänomene eröffnet eine neue Perspektive auf die uralte Frage, die alle spirituellen Wege verbindet:


Wie interagiert unser Geist mit der Welt – und wie formt Bewusstsein Energie?


Quellen und weiterführende Literatur

Ohnishi, S. T., et al. (2007). How Far Can Ki-Energy Reach? – Journal of International Society of Life Information

Science (ISLIS), 25(1).

PMCID: PMC2722212Ohnishi, S. T., et al. (2008). Philosophy, Psychology, Physics and Practice of Ki. ISLIS, 26(1).

PMCID: PMC2686635Kozyrev, N. A. (1958–1980). Selected Works on Causality and Time.Kaznacheyev, V. P., & Trofimov, A. V. (1990).

Kozyrev’s Mirrors and the Human Consciousness Experiments. Novosibirsk Institute of Clinical and Experimental Medicine.“Kozyrev’s Mirrors: Reflections of Russian Cosmic Science.” Scribd ArchiveMatthews, R. A. J. (2023).

Feng Shui and the Scientific Testing of Chi Claims. Journal of Environmental Psychology, Sage Publications.

 
 
 

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